Beiträge von nachtfalter

    Hallo,

    ich für meinen Teil ziehe jetzt mal mein Fazit aus der Diskussion:

    Offensichtlich gibt es hier zwei Gruppen:

    1) Zur ersten Gruppe gehören Menschen, die...

    - Ratten/Tiere im Allgemeinen als einen sehr wichtigen Teil, vielleicht sogar als den wichtigsten Teil ihres Lebens ansehen.

    - sich genau aus diesem Grund sehr aufopferungsvoll um ihre Ratten/Tiere im Allgemeinen kümmern.

    - offensichtlich überwiegend weiblichen Geschlechts sind.

    - offensichtlich gehäuft kinderlos sind.

    2) Zur zweiten Gruppe gehören...

    - Menschen, die Ratten/Tiere im Allgemeinen als Teil ihres Lebens, aber gewiss nicht als den wichtigsten ansehen.

    - Menschen, die Ratten/Tiere im Allgemeinen pflegen, versorgen und wenn nötig medizinisch behandeln lassen, aber ab einem gewissen Punkt bereit sind, der Natur ihren Lauf zu lassen, ohne darin eine Unterlassung zu sehen.

    - offensichtlich Männer und Frauen, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass die Männer hier überwiegen.

    - Menschen, die offensichtlich gehäuft Familie haben.

    Welchen Einfluss die beiden jeweils zuletzt genannten Punkte auf die beiden ersten haben, muss jeder für sich selbst bewerten.

    Unterm Strich kann ich für mich jetzt nicht erkennen, dass das Verhalten der Mitgleider beider Gruppen so absonderlich ist, dass eine Gruppe versuchen müßte, die andere zu bekehren. Lassen wir Drotning doch weiterhin ihre kranken Ratten mit zur Arbeit nehmen und ich schlaf' weiter durch.

    LG und tschüss

    nachtfalter

    Hallo Gerrybaer,

    ich habe zwei Kinder, 14 und 15 Jahre alt. Außerdem habe ich drei Ratten, um die ich mich nicht so intensiv wie um meine Kinder aber doch in meinen Augen in angemessener Weise kümmere, nicht so aufopferungsvoll wie offensichtlich die meisten hier aber auch nicht vernachlässigend. Sie gehören auch bei uns zur Familie, sind und bleiben aber eben auch nur die Ratten, nicht mehr und nicht weniger.

    LG

    nachtfalter

    Hallo Gerrybaer,

    ob du es glaubst oder nicht, nachdem ich mein letztes Posting geschrieben und den letzten Beitrag von Drotning gelesen hatte, habe ich (mit dem Wisssen, dass Murphy auch keine Kinder hat) darüber nachgedacht, ob es zu persönlich wäre, die Teilnehmer des Threads danach zu fragen, ob sie Kinder haben. Es würde alles recht gut zusammenpassen. Ich bleibe auch zu Hause, wenn eines meiner Kinder krank ist und würde nachts wachbleiben, um nach ihm zu sehen. Wenn nun Tiere an die Stelle der Kinder treten, entwickelt man natürlich das gleiche Engagement und scheut sich wahrscheinlich irgendwann nicht mehr sie mit Menschen auf eine Stufe zu heben. Wenn du jedoch eigene Kinder hast, sieht die Reihenfolge der Wertigkeit der Dinge eben anders aus.

    An alle, ihr könnt ja mal eine Rückmeldung geben, ob an meiner Theorie etwas dran sein könnte.

    LG

    nachtfalter

    Hallo,

    es ist schon sehr aussagekräftig, dass mir mein Standpunkt immer wieder als "festgefahren" vorgeworfen wird. Als wäre es bei genau denen von euch, die das immer wieder betonen, nicht genauso. Hier sind halt die meisten der gleichen Meinung, was erfahrungsgemäß die Überzeugung untermauert, absolut richtig zu liegen.

    Noch einmal grundsätzlich, es ist nicht mein Anliegen, jemanden von euch von meinen Ansichten zu überzeugen. Ich werde nach diesem Thread auch nicht geleutert eine kranke Ratte mit zur Arbeit nehmen, nachts wach bleiben, um eine kranke Ratte zu füttern oder der Meinung sein, dass Tiere und Menschen gleichgestellt sind.

    Ich sehe einen solchen Thread eher als Möglichkeit, verschiedene Standpunkte zu einem Thema einander gegenüberzustellen und in einem gewissen Maß auch zu werten. Wenn mich eure offensichtlich ernst gemeinte Gleichstellung von Mensch und Tier fassungslos macht (und da drücke ich mich schon vorsichtig aus), ist das nichts anderes, als wenn ich aufgefordert werde, doch nochmal darüber nachzudenken, ob ich mit meinen Einstellungen überhaupt Tiere halten sollte.

    LG

    nachtfalter

    Hallo,

    es geht hier um die Frage, ab wann man Rattenliebe als übertrieben ansieht.

    Natürlich können Tiere für Menschen aus verschiedensten Gründen größte Bedeutung gewinnen und ihren Besitzern sehr viel näher stehen als irgendein anderer Mensch. Aber ich kann es kaum fassen, dass jemand bei der Frage nach der grundsätzlichen Wertigkeit von Mensch und Tier ernsthaft beide auf eine Stufe stellen kann. Ein Mensch ist grundsätzlich mehr wert als ein Tier, einschließlich der eigenen Ratte, auch wenn man dieser wärmere und liebevollere Gefühle entgegenbringt als irgendeinem anderen Menschen. Wenn man das nicht mehr so sieht, ist das in meinen Augen übertriebene Rattenliebe.

    LG

    nachtfalter

    Hallo SpringenderPunkt,

    nur so zur Information, kalessin und du habt euch zuerst über die Einstellung von Erika Weiß-Geißler zum Thema "Kastration" geäußert. Da wird ja wohl eine weitere Meinungsäußerung dazu erlaubt sein.

    Außerdem war mir bewußt, dass ich mit meiner Eingangsfrage offtopic bin. Mußt schon richtig lesen, bevor du dich ereiferst.

    nachtfalter

    Hallo Murphy

    Hast du eigene Kinder? Offensichtlich nicht, sonst würdest du nicht derartig irritierende Aussagen treffen.

    Deine Frage, ob eine Ratte nicht ebensoviel wert sei, wie ein Mensch, muss ich für meinen Teil mit einem klaren "Nein" beantworten. Außerdem muß ich deiner Meinung, dass eine Ratte hilfebedürftiger sei als ein ein Kind entschieden widersprechen. Setz eine Ratte nach draußen, und sie kommt allein zurecht. Was würde wohl mit einem Kind geschehen, wenn es allein gelassen werden würde?

    Wenn ein Kind zeitgleich mit deiner Lieblingsratte am Ertrinken wäre, und du dich entscheiden müsstest, wen würdest du retten? Die Ratte???

    Kopfschüttelnd

    nachtfalter

    Hallo,

    falls meine Bitte zu offtopic ist, bitte verschieben:

    Was steht denn in dem Buch "Leitsymptome bei Hamster, Rattte, Maus und Rennmaus" und in den PDFs der Unis zur Frage des objektiven Risikos bei Kastrationen. Damals als der Thread "Gewissenskonflikt Kastration" lief war ich erfolglos im Internet auf der Suche nach entsprechenden objektiven Bewertungen aus der tiermedizinischen Fachliteratur.

    Übrigens schreibt die Autorin des "Anderen Rattenbuch" über ihre Erfahrungen, die sie im Laufe von Jahren mit der Katration von mehr als 45 Rattenböcken gesammelt hat. Diese sind, und das mag nicht in eines jeden Weltbild passen, nun einmal positiv. Sie begründet ihre Einstellung zu dieser Thematik ausführlich, ohne sie in meinen Augen als "universalseligmachender Maßnahme absolut vernachlässigbaren Risikos" darzustellen. Am besten macht sich der interessierte Leser selbst ein Bild und ließt den Artikel "Kastration" auf der Homepage der Autorin "Rattenzauber".

    LG

    nachtfalter

    Hallo,

    um nicht als chronisch offtopic zu gelten, zurück zum Thema.

    Ich denke, dass die unterschiedlichen Ansichten davon, wo Rattenliebe anfängt und aufhört, etwas damit zu tun haben, welchen Stellenwert die Tiere bei jedem Einzelnen einnehmen. Ich bin meinen Ratten offensichtlich emotional nicht so verbunden, wie viele von euch es sind. Meine Ratten sind mir irgendwie immer etwas fremd geblieben. Ich denke schon, dass die Tiere bei mir ein angenehmes Leben haben. Aber sie spielen nicht die Rolle in meinem Alltag wie offensichtlich bei vielen von euch. Sicherlich werde ich nicht auf Dauer Ratten halten, das hat sich mittlerweile herauskristallisiert. Aber sollte man nur dann Ratten aufnehmen, wenn man dazu bereit ist, sie im Krankheitsfall nahezu vergleichbar intensiv zu umsorgen wie beispielsweise ein krankes Kind? Viele von euch sehen das wohl so. Ich habe da eine sagen wir mal ländlichere Ansicht: Tiere müssen gut versorgt, gepflegt und im Krankheitsfall auch medizinisch behandlet werden. Allerdings gibt es Grenzen. Somit kommt der Tod eines Tieres im Krankheitsfall für mich als Alternative tatsächlich früher in Frage als für viele von euch.

    LG

    nachtfalter

    Hallo Murphy,

    in meinen Posts habe ich verschiedene Aspekte dieses Themas aufgegriffen und hinterfragt. Ich habe meine Meinung klar aufgezeigt, bin jedoch nicht unangemessen lange auf einzelnen Punkten herumgeritten. Eine Diskussion, in der sich die eine Seite nur einmal äußern sollte, damit sich die andere Seite nicht sofort provoziert fühlt, ist letztlich keine, sondern dümpelt als einer dieser "Seh-ich-genauso"-Threads vor sich hin, wenig spannend und wenig gelesen. Wenn du das lieber willst?!

    LG

    nachtfalter

    Hallo,

    warum denn gleich wieder so frostig?

    Ich poste eben meine Meinung zum Thema, genauso wie ihr. Alles, was ich bisher geschrieben habe, meine ich auch so. Ich äußere mich halt gern zu Themen, bei denen ich eine andere Meinung habe als viele von euch. Die "Finde-ich-auch"- und "Seh-ich-genauso"-Threads sind für mich persönlich eben nicht so spannend, dass ich mich daran beteiligen müßte. Eine Diskussion wird doch erst dann interessant, wenn man unterschiedlicher Meinung ist.

    LG

    nachtfalter

    Hallo DieVita,

    und was willst du tun mit einer Ratte, die trotz tierärztlicher Behandlung nicht mehr frisst? Würdest du sie gegen ihr naturgegebenes Verhalten nudeln wie eine Weihnachtsgans und ihr mit einer Spritze oder Pipette Wasser einflößen, damit sie sich verschluckt und die in die Lunge geratenen Nahrungsmittel eine Lungenentzündung hervorrufen?

    Die Vorstellung, eine Ratte zwangszuernähren finde ich schrecklich, zumal sich die armen Tierchen noch nicht einmal übergeben können.


    LG

    nachtfalter

    Hallo Chiflada,

    wenn eine Ratte trotz tierärztlicher Behandlung nicht mehr frißt und trinkt, würde ich dafür sorgen, dass sie in ihrem Käfig immer frisches Wasser und ihr Lieblingsfutter plus Leckerlies zur Verfügung hat. Bis auf eventuelle Medikamentengaben würde ich sie dann in Ruhe und somit eben der Natur ihren Lauf lassen. Entweder sie fängt wieder an zu fressen oder sie stirbt, von selbst oder durch die Hand des Tierarztes. Alles was darüber hinausgeht, ist in meinen Augen übertriebener Aktionismus.

    LG

    nachtfalter

    Hallo Drotning,

    du schreibst, dass du natürlich zu Hause bleibst, wenn eine deiner Ratten krank ist. Verzichtest du dann nur auf private außerhäusige Aktivitäten, oder gehst du in solchen Zeiten auch nicht zur Arbeit? Sollte letzteres der Fall sein, musst du aber einen sehr tierlieben Chef haben, der bei der Begründung " weil meine Ratte krank ist" Verständnis für dein Fehlen am Arbeitsplatz hat.

    LG

    nachtfalter

    Hallo,

    warum sollte man nicht für ein paar Stunden auf eine Party gehen, nur weil eine Ratte krank ist? Ihr geht doch tagsüber auch zur Arbeit und schlaft in der Nacht. Oder fällt das alles aus, wenn eine Ratte anfängt zu husten?

    Was sollte es auch bringen, vor dem Tierchen zu hocken wie das Kaninchen vor der Schlange? Entweder hat man den Eindruck, den weiteren Verlauf abwarten zu können, dann kann man auch auf die Party. Oder aber die Ratte ist so akut krank, dass man ziemlich rasch zum Tierazt muss, dann sollte man aber auch keine Zeit durch Zuwarten verlieren.

    :frazei:

    LG

    nachtfalter